Neigungswinkel und Ausrichtung von Solarmodulen berechnen

Ermitteln Sie den optimalen Neigungswinkel und die beste Ausrichtung für Solarmodule an Ihrem Standort, sehen Sie, wie nah Ihr Dach an das bestmögliche Ergebnis herankommt, und vergleichen Sie alle Kombinationen aus Neigung und Ausrichtung in einer Tabelle.

Neigung der Module 35°
NOSW
Ihr Dach 100 % des bestmöglichen Werts
Beste feste Neigung 38° Beste Ausrichtung: S (180°)
Beste Neigung im Sommer 24° Beste Neigung im Winter: 62°
Sonne auf dem Modul 11 h 2 min Stunden direkter Sonne auf dem Modul

Einstrahlung pro Jahr (typisches Wetter): 1.219 kWh/m² (optimal: 1.220 kWh/m²)

Diese Werte beruhen auf typischem Monatswetter für die geografische Breite, nicht auf örtlichen Wetterdaten, und gehen von fehlender Verschattung aus. Sie zeigen, wie Neigung und Ausrichtung das Ergebnis beeinflussen, nicht genau, wie viel Strom Sie erzeugen werden. Für Ertragsprognosen mit örtlichen Wetterdaten nutzen Sie das kostenlose Tool PVGIS der Europäischen Kommission. PVGIS

Tippen oder klicken Sie auf die Karte, um den Standort zu verschieben. Auf dem Handy mit zwei Fingern verschieben und zoomen, mit der Maus ziehen und scrollen.

Einstrahlung auf das Modul nach Monaten (typisches Wetter)

Einstrahlung auf das Modul nach Monaten (typisches Wetter)Durchschnittliche tägliche Einstrahlung bei typischem Wetter (kWh pro Quadratmeter Modulfläche) für Ihr Dach und für die beste feste Neigung. Einzelne Tage schwanken je nach Wetter.012345Jan.Feb.MärzApr.MaiJuniJuliAug.Sept.Okt.Nov.Dez.
Ihr Dach (35°, S) optimal (38°, S) kWh/m² pro Tag

Durchschnittliche tägliche Einstrahlung bei typischem Wetter (kWh pro Quadratmeter Modulfläche) für Ihr Dach und für die beste feste Neigung. Einzelne Tage schwanken je nach Wetter.

Wie Neigung und Ausrichtung das Ergebnis verändern

Neigung der ModuleOSOSSWW
0° (flach)86 %86 %86 %86 %86 %
15°84 %92 %95 %92 %84 %
30°81 %94 %99 %94 %81 %
45°76 %93 %99 %93 %76 %
60°70 %88 %95 %88 %70 %
90° (senkrecht)54 %69 %74 %69 %54 %

Berechnet mit Astronomy Engine, einer Open-Source-Bibliothek, die mit Daten des US Naval Observatory und des NASA JPL geprüft ist. So rechnen wir

So nutzen Sie das Tool

  1. Legen Sie Ihren Standort fest. Der beste Winkel hängt vor allem vom Breitengrad ab.
  2. Geben Sie Ihr Dach ein. Stellen Sie die Neigung (0° ist flach, 90° senkrecht) und die Richtung ein, in die die Module zeigen. Mit den Schaltflächen wählen Sie die Haupthimmelsrichtungen.
  3. Lesen Sie das Ergebnis. Die erste Karte zeigt, welchen Anteil des bestmöglichen Sonnenlichts im Jahr Ihr Dach bei typischem Wetter bekommt. Daneben stehen die beste feste Neigung und Ausrichtung sowie die besten Neigungen für Sommer und Winter.
  4. Vergleichen Sie Varianten. Das Monatsdiagramm vergleicht Ihr Dach mit der optimalen Ausrichtung, und die Tabelle zeigt den Prozentwert für jede Kombination aus Neigung und Ausrichtung.

So wird gerechnet

Das Tool simuliert die Sonne über ein ganzes Jahr: Alle 15 Minuten an jedem vierten Tag berechnet es die Sonnenposition. Für jeden Monat nimmt es den Anteil des Sonnenlichts, der an Ihrem Breitengrad typischerweise durch die Wolken kommt, teilt ihn in direktes Sonnenlicht und diffuses Himmelslicht auf und ergänzt ein wenig vom Boden reflektiertes Licht. Daraus summiert es, was auf ein Modul mit Ihrer Neigung und Ausrichtung fällt, und probiert dann jede Neigung von 0° bis 90° durch, um die beste zu finden. Alle Details finden Sie auf der Seite zur Methodik.

Weil bewölkte Tage eingerechnet sind, liegen die Ergebnisse nur wenige Prozent neben den Faustwerten von PVGIS: In Berlin beträgt die beste Neigung zum Beispiel rund 38°, und ein flach liegendes Modul erreicht etwa 86 % des Optimums. Das Wetter ist ein geglätteter Durchschnitt für den Breitengrad, keine örtliche Messreihe; in einem sonnigen Tal oder an einer nebligen Küste kann es anders aussehen. Am verlässlichsten ist der relative Vergleich zwischen den Ausrichtungen.

Faustregeln

  • Richten Sie die Module zum Äquator aus: auf der Nordhalbkugel nach Süden, auf der Südhalbkugel nach Norden.
  • Innerhalb von etwa ±15° um die beste Neigung und ±30° um genau Süd liegt der Verlust meist unter 5 %.
  • Je flacher das Modul, desto weniger spielt die Ausrichtung eine Rolle.
  • Ost-West-Anlagen erzeugen insgesamt weniger, verteilen den Ertrag aber über den Tag.

Der Ratgeber Optimaler Neigungswinkel und Ausrichtung für Solarmodule erklärt die Abwägungen, und das Tool Sonnenverlauf am Haus zeigt, welche Dachseite die meiste Sonne bekommt.

Zuletzt aktualisiert am 23. September 2026

Häufige Fragen

Was ist der beste Neigungswinkel für Solarmodule?

Das Tool berechnet ihn für Ihren genauen Standort. Als Faustregel gilt: ungefähr Ihr Breitengrad minus 5° bis 15°, ausgerichtet zum Äquator. In Mitteleuropa sind das etwa 30° bis 40° mit Ausrichtung nach Süden.

Ist das eine Ertragsprognose in kWh?

Nicht ganz. Das Tool schätzt, wie viel Sonnenlicht in einem typischen Jahr auf das Modul fällt (Einstrahlung in kWh pro Quadratmeter), auf Basis des typischen Monatswetters für Ihren Breitengrad und ohne Verschattung. Der Stromertrag ist geringer, denn Module wandeln nur einen Teil des Lichts um und verlieren zusätzlich durch Wärme, Leitungen und den Wechselrichter. Für eine Ertragsprognose mit örtlichen Wetterdaten nutzen Sie PVGIS der Europäischen Kommission.

Wie viel verliere ich mit einem Ost- oder Westdach?

Die Tabelle zeigt es für Ihren Standort. Typischerweise erreicht ein Ost- oder Westdach mit mäßiger Neigung etwa 75 % bis 85 % der optimalen Ausrichtung, flachere Dächer verlieren weniger.

Was bedeuten Sommer- und Winterneigung?

Das sind die besten festen Neigungswinkel, wenn es Ihnen nur um das Sommer- oder nur um das Winterhalbjahr ginge. Sie sind für verstellbare Halterungen wichtig oder für Anlagen, die vor allem im Winter liefern sollen.